Norevo

Als Mitglied der im Jahr 2018 gegründeten IRC verfolgt Norevo das Ziel, die sozialen und Biodiversitäts-Probleme der Carnauba Wertschöpfungskette zu überwinden.

In der nordöstlichen Region Brasiliens, in Piauí und Ceará, die zu den am meisten verarmten Regionen Brasiliens gehören, findet ein großer Teil der Carnauba-Produktion statt. Das Land leidet unter schwierigen Bedingungen und es herrscht ein unzureichendes Management der lokalen Spezies und des Lebensraums. Arbeiter berichten von langen und übermäßigen Arbeitsstunden sowie Arbeitsausbeutung, wobei letzteres nicht ausschließlich auf den Carnauba-Sektor begrenzt ist.

Verglichen zu früher haben Arbeiter bereits Verbesserungen erfahren. Trotzdem erhalten einige von ihnen immer noch keinen Mindestlohn, zu wenig Schulungen und nur unzureichenden Zugriff auf Erste-Hilfe-Ausrüstung im Feld. Dennoch haben sich die Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen mit der Distribution von persönlicher Schutzausrüstung und Schulungen für Maschinenbetreiber verbessert.

Da 95% der Carnauba-Pulver und -Wachsproduktion mit 100.000 – 200.000 involvierten Arbeitern in Piauí und Ceará stattfindet, liegt es Norevo sehr am Herzen, dabei zu helfen, Brasiliens aktuelle Situation zu verbessern, um eine nachhaltige und faire Carnauba-Produktion zu sichern.

Um dies zu verwirklichen, ist Norevo Teil der IRC, die die Zusammenarbeit für Menschenrechts- und Biodiversitätspraktiken in der Carnauba-Wertschöpfungskette in Brasilien, im Einklang mit den Anforderungen der ‘Union for Ethical Biotrade‘ (UEBT), fördert. Ziel ist, die Carnauba-Verarbeitungsunternehmen dabei zu unterstützen, die Arbeits- und Wohnbedingungen der Arbeiter zu verbessern. Neben Norevo sind u.a. auch brasilianische sowie internationale Akteure, die Regierung und Zivilgesellschaftsinstitutionen Teil des Projekts, und müssen sich als Mitglieder der IRC alle an gewisse Verpflichtungen halten, wie z.B. nicht auf der Strafverfolgungsliste der Sklavenarbeitsunternehmen der brasilianischen Regierung gelistet zu sein, Rückverfolgung zu ermöglichen oder jährliche Überprüfungen Dritter. Die Ergebnisse lassen sich bereits sehen: die IRC erreichte Fortschritte in Form von Präsentationen auf internationalen Events, Dialoge mit lokalen Regierungen, Zusammenarbeit zwischen den IRC-Mitgliedern und Verbesserungen der Praktiken in der Wertschöpfungskette (z.B. Schulungen oder Rückverfolgung).

Mehr Infos finden Sie im IRC-Factsheet „Carnauba Case Study“.

Weitere Informationen zur IRC finden Sie hier.